More than a feeling

Er grinste mich an. “Hey, entspann dich.” Ich grinste zurück. Ich merkte, wie er mich packte und auf einmal ging es aufwärts. OH mein Gott, dieses Gefühl war einfach wunderbar. In meinem Bauch kribbelte es nur so und ich merkte wie eine Glückswelle mich erfasste. Hallelujah, ich war so was von entspannt und glücklich. Dann ging es abwärts und weil es so nur unglaublich war, schrie ich lachend mein Glück heraus. Ja, Kai wusste, wie man Frauen glücklich macht. 😉 Es ging sofort wieder aufwärts, ich konnte einfach nicht aufhören, weil es einfach nur so geil war!!!

Hatte nicht irgendjemand mal gesagt, nur Fliegen ist schöner. Ja, er hatte Recht damit!! Wieder auf dem Boden, torkelte ich ein wenig und musste mich, nach dem drehenden Höhenflug,  erst einmal orientieren. Grinsend und glücklich klatschte ich Kai ab. Antje kam direkt auf mich zu und wir fielen uns lachend in die Arme. „Ich habe dich gehört“ „Oh je, ich habe gedacht, das würde hier bei dem ganzen Lärm untergehen“. Es war mir dann doch ein wenig peinlich, aber meine Glücksgefühle mussten einfach raus und daran war Antje ja auch nicht ganz unschuldig gewesen. Sie wohnt in Frankfurt, verbrachte das Wochenende bei mir und nun waren wir schließlich wegen ihr hier.  😉

Am Donnerstag kam eine WhatsApp, ob ich schon mal  skydiving war? „Nö, finde ich spannend, nur alleine würde ich mich nicht trauen.“ „Ok, ich habe uns für morgen angemeldet.“ Nach einer unruhigen Nacht habe ich dann doch nochmal am Freitag bei YouTube nach „indoor skydiving“ geschaut und stellte überrascht fest, dass es anders ablief, als ich es angenommen hatte. Puh, so schlimm konnte es also nicht werden. Naja, aufgeregt und nervös war ich dann aber doch am Freitag nachmittag.

Unsere Overalls  bekamen wir von unserem Instructor Kai, nachdem er einen Blick auf uns warf und fragte: „Wie groß bist du?“. Kai bewies gutes Augenmaß, oben rum saß der Anzug gut bei mir, unten rum war er gefühlt eine Nr. zu groß, ein bekanntes und leidiges Thema, hat es der liebe Gott doch bei der Verteilung gewisser Körperteile gut mit mir gemeint. 😉 Wir bekamen eine Einweisung, wo auch die Handzeichen erklärt wurden. Bei dem Handzeichen „Entspannen“ musste ich schmunzeln, war das doch damals bei uns  beim Training das Zeichen für „Trinkpause“.

Antje und ich
Antje und ich

Dann ging es in den Tunnel. Himmel, mein Herz pochte und jetzt war ich richtig nervös. Hoffentlich würde ich die Zeichen in der Aufregung auch richtig deuten und umsetzen. Theoretisch sieht das ja alles so einfach aus, aber praktisch….
Als Profi machte Antje den Anfang und es war schon beeindruckend zu sehen, wie gut sie das hinbekommen hat.  Dann kam ich dran, die Erste unter den Anfängern und ich war jetzt echt nervös. Ich stellte mich an der Tür hin und ließ mich, wie Kai uns das bei der Einweisung gezeigt hat, nach vorne fallen.  Und dann ließ mich Kai einfach so los und ich schwebte. Immer wieder kam das Zeichen, Kopf nach oben, Entspannen und lächeln nicht vergessen.  Mit einem Mal merkte ich, wie ich dann plötzlich weiter nach oben flog und ich bekam im ersten Moment ein bisschen Panik und dachte nur Hilfe, wie kommst du wieder runter. Natürlich vergaß ich die entspannte Körperhaltung und ich eierte da rum. Im gleichen Moment merkte ich aber wie Kai mich packte und wieder nach unten zog. Mein Puls beruhigte sich etwas  und ich versuchte wieder zu entspannen. Dann war auch schon der erste Durchgang um und ich schaute mir mit Antje das Video. Sah schon irgendwie witzig aus, wenn man sich da sieht.

Beim zweiten Durchgang  lief es ein wenig besser. Wenn die Glaswand näher kam, stupste ich mich einfach weg. Das mit dem Entspannt sein, habe ich zwar etwas besser hinbekommen, aber so ganz geklappt hat es nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich eh ein etwas hibbeliger Mensch bin. 😉

Es war ein tolles Erlebnis. Die Leute, die zugeschaut haben, habe ich komplett ausgeblendet. Ich habe mich auf Kai und seine Anweisungen konzentriert und versucht diese umzusetzen, was nicht immer so geklappt hat. Aber hey, es hat trotzdem Spaß gemacht. 😀 Laut Kai war ich auch gar nicht mal so schlecht. 😉

Es  kam dieser Moment, den ich schon oben am Anfang beschrieben habe. Dank Kai hob ich  so richtig ab, jedenfalls für meine Verhältnisse. 😉 Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Wahnsinn, da so leicht und schwerelos zu fliegen. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber es war der Hammer!! Da kann man echt zum Adrenalinjunkie werden.

Heute Morgen bin ich jedenfalls voller Endorphine mit einem dicken Grinsen aufgestanden und förmlich durch den Tag geschwebt. Das wird bestimmt auch noch ein paar Tage anhalten, befürchte ich. 😀

Mein letzter Besuch war das mit Sicherheit nicht und vielleicht werde ich ja doch mal einen Fallschirmsprung wagen.

diplom
Zum Schluss bekam ich noch mein Diplom, ein paar Haken fehlen noch. 😉
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15 Gedanken zu „More than a feeling

    1. Danke schön, ich kann es echt nur empfehlen und ich habe auch eigentlich Höhenangst, aber hatte da überhaupt keine Probleme. Kannst dich ja mal melden, wenn du es gemacht hast oder noch Fragen hast.
      Liebe Grüße
      Katja

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  1. Super Bericht. Du hast das echt gut beschrieben. Erstmal fällt mir dazu ein „Steve Miller Band-Fly Like An Eagle “ Unabhängig von der Verteilung. Ich muss schon sagen viele Menschen haben eine komische Figur. Da bist Du nicht die einzige .So schlimm kann es ja nicht sein Du bist ja geflogen. Nun bist Du ja bereit für den nächsten Schritt Tandem Sprung 🙂 Trau dich und viel Spaß!?

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    1. Nein, so schlimm ist meine Figur nicht. Hab nur ein bisschen mehr „Holz vor der Hütte“ und das ist gerade bei Overalls oder Jumpsuits ein Problem. Aber du hast schon Recht, es kommt nicht auf die Figur an. Ich hatte danach die Textzeile: „Völlig losgelöst von der Erde…“ im Kopf. Es war aber auch toll. *grins* Mich würde auch ein Sprung reizen, wo man von zwei Lehrern begleitet wird. Da springst du nämlich „alleine“, aber erst mal möchte ich mein Diplom als Proflyer machen. Es kommen also bestimmt noch einige Beiträge zu diesem Thema. 😉 🙂
      Liebe Grüße
      Katja

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      1. Ja, billig ist es nicht, aber ein Fallschirmsprung kostet noch mehr und da bist du nur 60 sec im freien Fall. Beim indoor skydiving bist du länger in der Luft.

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      2. Macht doch nichts und bei einem Tandemsprung hängst du ja nur mit dran und es geht abwärts. Beim Skydiving fliegst du ja selber hoch und runter, wenn es denn dann klappt.

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