Nora Roberts: Stunde der Schuld – Rezension

Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Nora Roberts gefreut. Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt und  beginnt mit Naomis Kindheit.

Kurz vor ihrem 12. Geburtstag wird Naomi nachts wach und sieht wie  ihr Vater in den Wald verschwindet. Sie folgt ihm, in der Hoffnung einen Blick auf ihr Geburtstagsgeschenk werfen zu können. Doch stattdessen entdeckt sie wie ihr Vater durch eine Luke in das Erdreich verschwindet. Als der Vater wieder auf dem Weg zum Haus ist, ist Naomi natürlich neugierig. Als sie ein Wimmern hört, geht sie hinein und entdeckt dort eine nackte, fürchterlich zugerichtete junge Frau. Sie ist zwar geschockt, aber sie hilft der jungen Frau und trägt sie durch den ganzen Wald bis zum nächsten Polizeirevier.  Ihr Vater wird verhaftet und es kommt heraus, dass er jahrelang ein Doppelleben geführt hat. Die Familie will unter diesen Umständen nicht im Dorf bleiben und zieht zu dem Bruder der  Mutter. Da die Mutter dem Vater immer noch hörig ist, passiert es, dass sie  ein paar Jahre später  Details an die Presse weitergibt. Plötzlich steht die Familie wieder im Fokus und Blitzlichtgewitter der Presse und sie müssen nochmal umziehen. 

Jahre später ist Naomi eine gefragte und vielbeschäftigte Fotografin. Sie entdeckt ein altes Haus mit einem wunderbaren Ausblick auf das Meer und verliebt sich direkt darin. Sie kauft es und lässt es von Grund auf renovieren.  Ist der Anfang noch sehr spannend und flüssig geschrieben, kommt jetzt leider der etwas langatmige Teil des Buches.  Natürlich ist es nicht ganz uninteressant, wie Naomi sich einlebt, wie das Haus renoviert wird, sie ihre Arbeit macht und die Leute aus dem Dorf kennenlernt, doch die seitenlangen und teilweise doch etwas langweiligen Beschreibungen hätte man doch sehr viel kürzer halten können. Ich habe weiter gelesen, in der Hoffnung, dass es nochmal spannend wird.

Dann entdeckt Naomi plötzlich eine weibliche Leiche.  Die Ähnlichkeit zu den Morden ihres Vaters ist nicht zu leugnen. Wurde im vorherigen Abschnitt  noch seitenlang über die Renovierungsarbeiten des Hauses  und anderes geschrieben, überschlagen sich jetzt hier die Ereignisse, was ich ein bisschen schade fand. Da hatte ich doch ein bisschen mehr erwartet.  Ruck zuck ist man dann mit dem Buch durch, zum Glück werden alle Zusammenhänge aufgeklärt. Auch wenn Nora Roberts sehr gerne Spannung mit Liebe mischt, war ich von diesem Buch etwas enttäuscht.

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