Blogtour zu „Verlorene Kinder“ von Inca Vogt

blogtour

Herzlichen Willkommen zur Blogtour. Heute am Freitag, den 13. lade ich euch zu einem Interview mit Chris Kante ein. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und natürlich drücke ich euch die Daumen für das Gewinnspiel.

Morgen geht es bei  Tamara  mit der Blogtour zu „Verlorene Kinder“ weiter. Sie beschäftigt sich mit dem Thema „Tatorte“.

Chris Kante im Interview mit Katja

Hallo, liebe Christina Kante. Als BKA-Ermittlerin kämpfst du in der Amato-Psychothrillerreihe Seite an Seite mit deiner Freundin Toni gegen die Bösen. Schön, dass du bei unserer Blogtour für Verlorene Kinder mit uns im Tourenbus sitzt. Konntest du dir denn dafür freinehmen?
„Hallo Katja, danke für die Einladung. Ich musste mir nicht freinehmen. Wie alle beteiligten Kollegen im BKA bin auch ich derzeit vom Dienst freigestellt, bis die Korruptionsuntersuchungen abgeschlossen sind. Da wurde in den letzten Monaten einiges von uns ans Tageslicht befördert und so mancher einst angesehene Kollege wird sich einen Job in der freien Wirtschaft suchen müssen …“

Falls er nicht verknackt wird.
„Du sagst es, einigen droht gesiebte Luft für sehr lange Zeit.“

Weshalb bist du freigestellt?
„Um dem Vorwurf der Befangenheit vorzubeugen. Lediglich bei den Strafverfahren, in denen es um die Baby-Mafia ging, durfte und musste ich als leitende Ermittlerin noch aussagen.“

Nur eine Zwangspause oder auch eine willkommene Pause zum Durchatmen?
„Beides, der letzte Fall war auch für mich persönlich extrem unter die Haut gehend.“

Ich weiß, dass deine Mutter dich weggegeben hat als du noch ein kleines Mädchen warst. Hast du noch Kontakt zu ihr in irgendeiner Form?
„Nein, ich weiß nicht einmal, ob und wo sie lebt.“

Hast du nie nach ihr gesucht? Als BKA-Ermittlerin müsste es doch leichter sein, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen?
„Ganz ehrlich Katja, ich habe in den letzten Wochen zum ersten Mal darüber nachgedacht. Weder während meiner Kindheit, die geprägt war von Gewalt und Missbrauch, noch später, als ich mich selbst gerettet hatte, wollte ich Kontakt zu meiner leiblichen Mutter. Sie wollte mich nicht, hat man mir oft genug gesagt. Oft hämisch und böse. Inzwischen zweifle ich an diesen Aussagen. Ich hörte sie seinerzeit unfreiwillig von Behördenangestellten, die wahrscheinlich nicht bemerkten, dass auch ein kleines Kind gute Ohren hat. Aber auch von meinem Stiefvater. Ihm hat es Spaß gemacht, mich zu verletzen, in jeder Form.“

 Was hat deine Meinung geändert?
„Unser Fall der Verlorenen Kinder, wie ihn Toni Amato in ihren Artikeln nennt. Viele Mütter hatten scheinbar keine Wahl, anderen wurden die Kinder gegen ihren Willen gestohlen. Wer weiß ob das bei meiner leiblichen Mutter nicht ähnlich war.“

Was würdest du sie fragen, wenn sie vor dir stünde?
„Genau das, ich möchte immer noch wissen, ob sie mich wirklich weggegeben hat, um ihr Leben zu leben, ohne mich. Ob ich wirklich nur lästig und unerwünscht war, wie ich all die Jahre glaubte.“

Und dann? Könntest du ihr verzeihen?
„Vielleicht, ich kann es wirklich nicht sagen.“

Wovon wäre das abhängig?
„Davon, ob sie es zumindest bereut. Davon wie sie gelebt hat, ob sie je an mich gedacht oder mich vermisst hat.“

Wie ist es dir gelungen, speziell bei diesem Fall deine persönlichen Erfahrungen und deine emotionalen Verletzungen zu überwinden.
„Das muss und musste ich auch in den letzten Fällen schon. Ich bin als Kind sexuell missbraucht worden von meinem Stiefvater. Ich musste mich selbst buchstäblich neu erfinden und ins Leben zurückboxen. Es stand auch bei mir auf der Kippe ob ich das halbwegs gesund überleben würde. Mein Job, bei dem ich den Tätern das Handwerk lege, hilft. Er ist wahrscheinlich auch das, was mich gesunden ließ.

Meine eigene Opfergeschichte kennt außer meinem Vorgesetzten kaum jemand in der Behörde, das schafft zumindest äußerlich einen Sicherheitsabstand ­– auch von den Fällen in denen ich ermittle.
Es klingt jetzt vielleicht etwas widersprüchlich, aber ich teile mich und mein Empfinden auf. Als Profilerin kann ich mich aufgrund meiner eigenen Verletzungen zeitweise viel tiefer in die Psyche von Tätern und Opfern einfühlen, vor allem, wenn sie Rache üben.“

 Wie funktioniert das?
„Zeitversetzt. Ich gestatte mir dieses Einfühlen an Tatorten, beim Hinterfragen von Motiven, aber auch wenn ich mich mental in den Täter hineinversetze um ihn aufzuspüren. Sowie seine Identität bekannt ist, braucht es die kalte und funktionierende Ermittlerin. Um das hinzubekommen, brauch ich einen gesunden Ausgleich.“

 Wie reagierst du dich ab wenn das nicht klappt?
„Es muss klappen. Es geht um Menschenleben, und darum noch Schlimmeres zu verhindern. Ich habe meinen Kampfsport, ich habe ein verflucht schnelles Motorrad und eine Passion, ich helfe anderen Opfern sich zur Wehr zu setzen.“

Wie meinst du das?
„Ich unterrichte Karate und andere Selbstverteidigungsstrategien im Boxclub, ehrenamtlich. Auch Toni Amato habe ich so unter meine Fittiche genommen. Sie ist inzwischen bei den Kickboxern und kann sich ganz gut selbst helfen, wenn sie sich nicht wieder bei ihren Recherchen direkt in Teufels Küche begibt.“

Was schätzt du an Toni am meisten?
Chris lacht. „Ihre scheinbare Unbesiegbarkeit. Selbst wenn ringsum ein Vulkan hochgeht und sie selbst mittendrin steckt, bleibt sie stark. Nicht im körperlichen Sinn, aber sie ist mental gesund und das macht sie auch für mich zu einer wunderbaren Freundin und Stütze. Ihre erfrischende Art ist ansteckend und macht auch die dunkelsten Abgründe erträglich für alle, die mit ihr zu tun haben. Sie würde nie aufgeben, und selbst wenn andere noch dabei sind, ihre Sicherheitsknoten zum zigsten Mal zu überprüfen, stürzt sie schon los. Auf eine Art, bei der mir oft der Atem stockt. Als ich sie kennenlernte, hatte sie oft nicht mal einen Euro in der Tasche um sich ein Busticket zu kaufen. Und es hat sie nie davon abgehalten, dennoch loszustürmen, sie hat immer einen Weg gefunden.

Das ist bewundernswert. Auch wenn ich ihr wirklich gerne eine elektronische Fußfessel verpassen würde, wenn sie lospirscht und erst hinterher nachdenkt. Aber das tut sie nicht unbedingt für die nächste Topstory. Ich weiß, dass es ihr um weit mehr geht. Sie kämpft für die Schwachen, für die Kinder, für die Opfer – und das mit echtem Herzblut. So etwas ist selten und macht sie zugleich zu einer guten Journalistin.“

Was fällt dir in deinem Job am schwersten?
„Manchmal fällt es mir extrem schwer umständliche Bürokratie- und Genehmigungswege gehen zu müssen. Da würde mich ein Ermittlerjob außerhalb des BKA schon locken.“

Richtig, gab es da nicht ein interessantes Jobangebot?
„Ja, und ich denke derzeit ernsthaft darüber nach.“

Hast du schon eine Tendenz, wie es weitergehen soll?
„Warten wir es ab. Soweit ich weiß, erwägt auch unsere Chronistin Inca verschiedene Möglichkeiten, wie es nach der Festnahme der Mafia-Drahtzieher weitergehen soll.“

Das Team Chris und Toni wird also weiter ermitteln?
„Ja, ganz bestimmt. Leider werden sich die Bösen auch nicht verabschieden. Egal ob ich weiter als Ermittlerin beim BKA bleibe oder mein Jurastudium beende und zunächst mit Staatsanwalt Schüler zusammenarbeite, ich werde Toni auch weiterhin helfen, wenn sie eine ihrer brandgefährlichen Fälle erschnüffelt.“

Klingt nicht nach Urlaub. Wie und wo entspannt Chris Kante mal wirklich? Hast du ein Hobby, Pläne oder gar eine versteckte Leidenschaft von der keiner was ahnt?
„Erwischt. Seit Neuestem trainiere ich mit einem sehr großen Mann, der sehr auffallende Tattoos auf dem rasierten Schädel hat für einen Schaukampf.“

 Einfach so?
Gut erkannt, Katja. Nein, dieser Schaukampf dient einem guten Zweck. Der Erlös wird zu hundert Prozent in Tonis Stiftung für bedürftige Mütter und Kinder fließen. Es ist so wichtig, bei den Kleinsten präventiv dem Verbrechen vorzubeugen. Nur wenn es gelingt, den Teufelskreis aus Verletzungen in der prägenden Kindheit zu unterbinden, können wir verhindern, dass diese später vielleicht auf die schiefe Bahn geraten. Geborgenheit, Ausbildung und auch finanzielle Sicherheit sind unerlässliche Grundlagen dafür.“

Möchtest du den Mitreisenden auf unserer Blogtour noch etwas sagen?
„Schaut bitte nie weg, wenn ihr Unrecht seht, helft selbst oder holt euch professionelle Hilfe.

Habt Spaß auf der Blogtour für Verlorene Kinder und macht unbedingt beim Quiz mit, ich drück euch fest die Daumen. Soweit ich weiß, werden Toni und ich abwechselnd die Lose ziehen ;-)“

Nun aber zum Gewinnspiel, das sich rund um die Frankfurter Journalistin Toni Amato dreht. 

Amato-QUIZ und Gewinnspiel
Einsteigen in den Amato-Tourbus und jeden Tag die Gewinnchancen erhöhen mit richtigen Antworten auf unsere Quizfragen. Damit auch alle teilnehmen können, die sich noch nicht so gut in Toni Amatos Thrillerwelt auskennen, haben wir für euch jeweils mehrere Antworten zur Auswahl vorbereitet. 

Die Preise
1. Preis
: „Entweder oder“
Der Gewinner darf wählen zwischen
a) Kindle Paperwhite und …
b) Toni-Fanschuhen aus der veganen Schuhkollektion „Boxford-Design“ mit Wunschmotiv.

2. Preis: Superfanpaket
Alle drei Amato Psychothriller als Taschenbuch, signiert mit Lesezeichen.

3. – 5. Preis: Taschenbuch Verlorene Kinder,
signiert mit Lesezeichen.

Der Weg in den Amato-Lostopf:
Während der Blogtour für VERLORENE KINDER könnt ihr vom 09.-19. Januar 2017 gleich elfmal (plus Bonusfragen/Lose) in unseren Pott wandern. Ihr müsst nur die richtigen Antworten in unserem Amato-Quiz rauspiken, frei nach dem Motto, „auch richtig geraten, zählt.“ Echte Amato-Fans haben natürlich die größten Gewinnchancen. Je mehr richtige Antworten, desto mehr Lose nehmen an der Ausziehung teil. Für jede richtige Antwort gibt’s ein Los.

Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen am Quiz dürfen alle Leser über 18 aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Jeder Teilnehmer kann nur jeweils einen der ausgeschriebenen Preise gewinnen, aber mit beliebig vielen Losen seine Gewinnchancen erhöhen.
Die Bonusfragen zählen wie die normalen Fragen und erhöhen die mögliche Losanzahl pro Teilnehmer auf 13 mögliche Lose.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

Bitte sendet eure Antworten an folgende Mailadresse: briefkasten@inca-vogt-autorin.com

Einsendeschluss ist der 20. Januar 23.59 Uhr. Die Gewinner werden am 22. Januar bekannt gegeben. Gewinnaussendung in der darauffolgenden Woche.

Bitte schreibt die Lösung wie folgt auf:
Stichwort im Betreff: Blogtour-Amato-Quiz
TAG … (1 – 11, bzw. Bonusfrage)
Lösung … (a,b,c,d oder e)

Antworten sammeln oder täglich abschicken?

  • Ob ihr jeden Tag eine Mail abschickt mit euren Lösungen oder brav alle Antworten sammelt und am Ende der Tour eine Mail losschickt, überlassen wir euch.
  • Gezählt wird jeweils nur eine (richtige) Antwort pro Frage von euch 😉
  • Achtung: Nur Teilnehmer, die in der (jeder) Mail ihren richtigen Namen und eine gültige Postadresse mit angeben, nehmen an der Verlosung teil. Ohne diese Angaben können wir eure Antworten nicht zählen!

Viel Spaß und ganz viel Glück! 

Und nun zu meiner Gewinnfrage für TAG 5: Welchen Undercoverjob hat Toni in Band 3?

a) Küchenhilfe
b) Bedienung im Kiosk von Dicke Lippe
c) Vorkoster bei McDonalds
d) Kindermädchen bei Moos
e) Fahrradkurier

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Ein Gedanke zu “Blogtour zu „Verlorene Kinder“ von Inca Vogt

  1. Pingback: [Blogtour] „Verlorene Kinder“ – von Inca Vogt – letzter Tag | ein Anfang und kein Ende

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