Sebastian Fitzek: Das Paket – Rezension

Inhalt: Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.

Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt. 

Fazit: Das Buch hat mir richtig gut gefallen und leider hatte ich es viel zu schnell durch. Es ist schön flüssig zu lesen und ich fand es von Anfang bis Ende spannend. Ich möchte eigentlich nicht so viel von der Handlung verraten. Ich kann nur so viel sagen, dass es mich total gepackt hat. Am Anfang erfährt man erst einmal etwas aus Emmas Vergangenheit und ihren Grund für ihre spätere Berufswahl. Emma hatte als Kind einen imaginären Freund, der in ihrem Schrank lebte und deswegen war sie in psychiatrische Behandlung. Auch wenn sie als geheilt gilt, taucht der Name Arthur immer wieder in der Geschichte auf, er zieht sich quasi wie  ein roter Faden durchs Buch. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum „Arthur“ so oft auftaucht und was das Ganze zu bedeuten hat.

Als Emma einem Hotelzimmer vergewaltigt wird, schlägt das sehr auf ihre Psyche. Es ist schwierig für sie zu unterscheiden, was Wahn ist und was Wirklichkeit. Auch mir als Leserin ging es so. Manchmal denkt man, dass sie wahnsinnig ist und dann kommt eine Kehrtwende und schwupps kommt man wieder ins Grübeln. Sebastian Fitzek lockte mich immer wieder auf die falsche Fährte, mit seinen Wendungen hält er die Spannung auch schön aufrecht hoch. Mit mancher Wendung hatte ich überhaupt nicht gerechnet und war echt baff darüber.

Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und so kam es, dass ich es nach knapp 3 Stunden auch durch hatte. Am Ende des Buches wird alles aufgeklärt, auch was es sich  mit dem imaginären Freund Arthur auf sich hat. Das war für mich schon eine große Überraschung. Dafür liebe ich Sebastian Fitzeks Bücher, auch nach 10 Jahren noch. Das Buch habe ich in der Jubiläumsausgabe gekauft. Das Cover ist ein wenig verstärkt und es gab noch eine extra Umverpackung, so dass man das Gefühl hat, dass man ein kleines Paket in den Händen hält. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn das nicht ausschlaggebend für mich war.

Da ich in einer Bibliothek arbeite, freue ich mich auch immer sehr über seine Danksagung. Denn ich habe es bis jetzt noch nicht erlebt, dass sich ein Autor bei Buchhändlern/innen und Bibliotheksmitarbeiter/innen bedankt. Find ich toll! ❤

danke_fitzek

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